Herausschießen – von Braut und Bräutigam

Herausschießen – von Braut und Bräutigam
Viele Paare verbringen gerne die letzte Nacht vor der Hochzeit getrennt im jeweiligen Elternhaus. Dadurch hat sich ein sehr alter Brauch bis heute gehalten: Das Aufwecken. Die Freunde der Braut oder des Bräutigams versammeln sich zu früher Stunde vor dem Haus – beim Schlafzimmerfenster – und machen mächtig Lärm. Sei es mit Böllern, Schweizerkrachern oder Blasmusik. Für die Aufwecker gibt es dann ein deftiges Frühstück, oft auch Gulasch und ein Seiterl Bier. Danach beginnt für die Braut das Herrichten für die Hochzeit. Und da dies ohnehin oft ein Weilchen dauert, macht es auch gar nichts, dass man schon bei Sonnenaufgang geweckt wurde.

Für die Aufwecker ist es wichtig, einige Fragen vorher zu klären. Vor allem: Wo verbringt die Braut/der Bräutigam die Nacht? Wer organisiert die Böller? Und Achtung: Wer sich Ärger ersparen will, sollte Gemeinde und Anrainer vorher verständigen! Damit man im Elternhaus auch auf die frühmorgendlichen Gäste vorbereitet ist, schadet es auch nicht jemanden im Haus einzuweihen.

Dieser Brauch geht darauf zurück, dass es ja für die Braut die letzte Nacht als Unverheiratete im Elternhaus war. Der Lärm beim Aufwecken sollte einerseits böse Geister vertreiben und andererseits den neuen Lebensabschnitt willkommen heißen.

Foto TKV Fotografie Tessa-Viktoria Kutsam | Feuerwerk Schörghofer Feuerwerke

 

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